Die Frankfurter Spitzmaulnashörner Im Zoo Frankfurt lebt das Spitzmaulnashornpaar Kalusho (männlich) und Tsororo (weiblich). Sie kamen 1989 direkt aus dem ostafrikanischen Zimbabwe nach Frankfurt. Zu diesem Zeitpunkt tobte in Afrika die Wilderei, und so versuchten Naturschützer wenigstens einige Tiere zu retten. Die Nashörner wurden aus den Wildereigebieten ausgeflogen: Sie kamen in gut geschützte Gebiete und auf privates Farmland in Afrika, andere wurden in die Zoos der Welt verschickt. Hier, so hoffte man, würden sie ihren Nachwuchs sicher aufziehen können und eines Tages wieder zurückkehren. Auch Kalusho und Tsororo wurden ausgeflogen und fanden ihr neues Zuhause in Frankfurt. Bis heute konnte sich der Zoo schon dreimal über Nachwuchs freuen, so kamen in Frankfurt drei Nashornmädchen zur Welt: Akura (am 14.02.1994), Dzimba (am 18.02.1997) und Hama (am 02.03.2001). Der Frankfurter Nashornnachwuchs bleibt nicht im Zoo. Die Jungtiere sollen "frisches Blut" nach Südafrika bringen. Deshalb unternehmen die Frankfurter Nashörner eine weite Reise, wenn sie ihre Mutter nicht mehr brauchen. Ein solcher Transport ist etwas komplizierter als unsere Urlaubsreisen! Die Tiere müssen ganz gesund und fit sein, damit sie die Reise verkraften. Auch müssen sie in eine große Transportkiste steigen, in der sie dann verfrachtet werden. Doch so ein Nashorn muss erst langsam an die Kiste gewöhnt werden, sonst geht es da freiwillig nicht rein! Deshalb macht der Tierpfleger in Frankfurt extra ein Kistentraining mit dem Tier. Nashörner um die Welt zu schicken ist eine sehr komplizierte und teure Angelegenheit und auch für die Tiere nicht ohne Stress verbunden. Deshalb sind solche Transporte als echte Notlösungen zu betrachten. Da es heute nur noch sehr kleine Nashornbestände gibt ist es unbedingt notwendig, immer wieder Tiere auszutauschen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass wichtige Merkmale und Fähigkeiten der Nashörner nicht weiter vererbt werden und so verloren gehen. Bei den Nashörnern soll so die Vielfalt der Gene erhalten werden. Eine große Erfolgsmeldung gab es Mitte August 2003. Akura, die Nashorndame, die als erstes von Frankfurt nach Südafrika geflogen ist, hat Nachwuchs bekommen! Sie ist damit das erste in einem Zoo geborene Nashorn, das in der Wildnis ein Junges bekommen hat. Ein schöner Erfolg, der auf mehr hoffen lässt. |







