Spitzmaulnashörner in der Natur 65.000 Spitzmaulnashörner gab es 1970 noch in Afrika - Anfang der 90er Jahre waren es nur noch 2.400 Tiere. Eine regelrechte Vernichtung der Tiere hatte stattgefunden! Sie wurden erschossen oder mit Schlingen gefangen, damit ihr Horn abgeschnitten werden konnte. Der Rest der Tiere blieb meistens unberührt in der Buschlandschaft liegen. Das Horn wurde in manchen Kulturen zu einer Messerscheide verarbeitet und als Symbol großen Wohlstands am Gürtel getragen. Auch wird das Horn in der asiatischen Medizin gerne genutzt und als potenzsteigerndes Mittel verwendet. Aus diesem Grund wurde sehr viel Geld für Nashornhorn gezahlt, die Gier der Menschen kannte keine Grenzen! Heute stehen die Tiere unter sehr strengem Schutz und ein Handel mit dem Horn ist weltweit verboten. Trotzdem müssen die Nashörner streng bewacht werden, denn wo die Menschen sehr arm sind, werden solche Regeln leicht gebrochen. Nashörner brauchen sehr große Gebiete, um langfristig in der Wildnis überleben zu können. Deshalb sind für sie große Nationalparks besonders wichtig! Solche großen Gebiete werden nur erhalten, wenn die Menschen auch einen Nutzen darin sehen. Die afrikanischen Nationalparks bekommen kein Geld vom Staat, sie müssen die Gelder für die Unterhaltung und Sicherung der Gebiete selber erwirtschaften. Das geschieht zur Zeit zum größten Teil über den Tourismus. Wer also eine Safari in die Serengeti oder nach North Luangwa macht, der kann sich nicht nur an der wunderbaren Landschaft und den fantastischen Tieren erfreuen, sondern leistet auch einen Beitrag für deren Erhaltung. Solche Besuche zeigen auch der Regierung des Landes, dass geschützte Wildnisgebiete international besonders und wichtig gesehen werden - und dass sich letztendlich auch mit unbebautem Land Geld verdienen lässt. |








