Löwenäffchen in der Natur Die Löwenäffchen (Leontopithecus) sind eine Gattung aus der Familie der Krallenaffen und leben ausschließlich im südöstlichen Brasilien. Ihren Namen haben sie von den mähnenartigen Haaren im Schulterbereich. Die Gattung umfasst vier Arten, deren Verbreitungsgebiete voneinander getrennt sind. Löwenäffchen sind je nach Art schwarz oder goldgelb gefärbt. Ihr Fell ist lang und weich, die Gesichter sind flach und unbehaart. Das Goldgelbe Löwenäffchen hat sein relativ eng begrenztes Verbreitungsgebiet im Atlantischen Küstenregenwald (Mata Atlântica), nordöstlich von Rio der Janeiro und besiedelt dort die Flachlandregenwälder in Höhen bis zu 500m. Die Art lebt in Familiengruppen von zwei bis zwölf Tieren hoch oben in den Baumkronen und ernährt sich von Früchten und Kleintieren. Das Goldgelbe Löwenäffchen ist gefährdet durch den Verlust seines Lebnsraums. Die Mata Atlântica war einst eine Million Quadratkilometer groß, und hiervon sind aktuell nur noch wenige Prozent übrig. So verliert nicht nur das Löwenäffchen seine Heimat, sondern auch viele andere Tier- und Pflanzenarten. Palmen, Bromelien und Orchideen haben in der Heimat des Löwenäffchens eines ihrer Verbreitungszentren, bis zu 70 Prozent ihrer Arten sind in diesem Gebiet endemisch. |







