Die Objekte am Bartgeiermobil Wer im Zoo Frankfurt Besucher sieht, die mit Fernrohren den Himmel absuchen, der ist dem Bartgeiermobil nicht mehr fern. In Frankfurt kreuzen zwar keine Bartgeier am Himmel, aber in den Fernrohren sind Flugsilhouetten dreier verschiedener Bartgeier montiert. Der Besucher kann hier selbst zum Bartgeierforscher werden und versuchen, die drei Vögel zu unterscheiden. Was hier spielerisch nachgebaut ist, hat ein reales Vorbild. Im Wiederansiedlungsprojekt werden Bartgeier vor ihrer Freilassung individuell markiert. Hierfür bleicht man ihnen nach unterschiedlichen Mustern Schwung- und Armfedern mit Wasserstoffperoxyd. Erheben sich die Vögel in den Himmel, sind sie anhand ihrer individuellen Markierung zu unterscheiden. So sind Naturschützer in den ersten, kritischen Jahren der Freilassung stets über den Verbleib ihrer Schützlinge informiert. Die Beobachtung der Tiere leisten Freiwillige, und wer am Infomobil geübt hat, der kann beim nächsten Urlaub in den Alpen viellicht selbst einen Bartgeier bei der zentralen Datensammelstelle melden. Eine echt gebleichte Feder in einem Schaukasten zeigt nicht nur die Methode der Markierung, sondern gibt auch einen Hinweis auf die beeindruckende Spannweite des Vogels. Blickfang auf dem Bartgeiermobil ist eine Bildreihe mit Impressionen einer Wiederansiedlung. Wo die ersten Freilassungsorte liegen, und wie Bartgeier früher und heute verbreitet waren, zeigen Karte und Globus. Und schließlich geben die Naturschutz-Botschafter noch einen Einblick in den Speiseplan des Bartgeiers. Kaum ein Besucher kann glauben, dass die Geier einen original ausgestellten Knochen, und sogar einen zerbrochenen Schildkrötenpanzer verschlingen können. Und noch mehr bestaunt wird ein kleines "Schminketui". Mit rotem, in Wasser gelöstem Eisenoxydschlamm färbt sich der Bartgeier sein Brustgefieder rot. Und wer das nicht glaubt, der kann es am "Schminktisch" im Bartgeier-Gehege mit etwas Glück live beobachten. |








