Das ZGF-Gorillaschutzprojekt Seit über 40 Jahren ist die ZGF im Virunga Nationalpark aktiv. Prof. Dr. Bernhard Grzimek, ehemaliger Direktor des Zoos Frankfurt und ehemaliger Präsident der ZGF, besuchte den Park das erste Mal in den 50er Jahren. Seit dieser Zeit leistet die ZGF kontinuierlich Hilfe für den Schutz der Berggorillas. Seit April 2004 treibt der Biologe Robert Muir vor Ort das ZGF-Projekt voran. Der Kongo wird aktuell von schweren Bürgerkriegen heimgesucht. Besonders in Krisenzeiten ist die Sicherung von Schutzgebieten notwendig: Krieg macht die Menschen in den umliegenden Gebieten arm und bedürftig - sie nutzen den Nationalpark als Jagdgebiet, um sich zu ernähren oder Tiere und deren Bestandteile zu verkaufen. Außerdem kommt es gerade in diesen schweren Zeiten häufig vor, dass Siedler ihre Felder bis ins Schutzgebiet ausdehnen. Eine der wichtigsten Aufgaben der ZGF-Mitarbeiter im Virunga Nationalpark ist es, die Gorillas zu beobachten und vor Wilderern zu schützen. Ein weiteres sehr wichtiges Aufgabenfeld liegt in der Aufklärung und dem Einbezug der an den Park angrenzenden Dörfer: Die Bevölkerung entlang der Parkgrenzen hat durch den Flüchtlingsstrom in den letzten Jahren stark zugenommen. Bevölkerungswachstum und Not zwingen die Menschen der Region, mehr Anbaufläche zu schaffen und ursprünglichen Wald zu roden oder im Nationalpark auf Jagd zu gehen. Abhilfe wird möglich, wenn die Bewohner der Region direkt vom Schutz der Berggorillas und der Virunga-Bergwälder profitieren. Mit der Hoffnung auf neue Gorilla-Touristen wächst auch die Chance, dass lokale Bewohner wieder Produkte und Dienstleistungen verkaufen können. Dann werden die lebendigen Tiere und der unversehrte Wald auch für die Bevölkerung mehr wert sein als erlegte Tiere und gerodeter Wald. So macht sich die ZGF den Aufbau einer alternativen Einkommensquelle zur Aufgabe: den Aufbau des sanften Tourismus bei den Berggorillas. Sehr behutsam werden die Tiere an Menschen gewöhnt, so dass sie von kleinen Touristengruppen aus einigem Abstand beobachtet werden können. Mit dieser Art des exklusiven und kontrollierten Tourismus kann der Park direkt von seinem großen Schatz, den Gorillas, profitieren. Denn die Touristen bringen Geld und Arbeitsplätze. Immer wieder unterbrechen schwere Bürgerkriege die Arbeit der ZGF. Es scheint jedoch, als wären die Gorillas in der Kriegszeit unbehelligt geblieben. Partner |







