

Das Gorillamobil zieren Portraitaufnahmen der Frankfurter Gorillas. Wie halten Tierpfleger diese, auf den ersten Blick doch recht ähnlich scheinenden Tiere auseinander? Wer genau hinsieht wird erkennen, dass der eine Gorilla so wenig dem anderen gleicht, wie ein Mensch dem anderen. Größe und Fellfarbe unterscheiden sich, ja sogar Augen und Charakterzüge im Gesicht. Im Freiland behelfen sich Biologen einer besonderen Methode zur Unterscheidung: Sie betrachten die Region um die Nase. Wo Fritz zwei Punkte hat, trägt Viatu eine Kerbe, die wie eine Astgabel aussieht. Wer es nicht glaubt, der kann es am Infomobil selbst ausprobieren. Goldi, die Gorillahandpuppe spricht besonders die jüngeren Zoobesucher an. Mit ihm und dem Globus lässt sich zeigen, wo Gorillas leben und welche Unterarten es gibt. Wie erschreckend wenige dieser faszinierenden Tiere es noch gibt verdeutlichen zwei Messbecher. Der eine enthält 720 Kugeln, für jeden der 720 noch lebenden Berggorillas eine. Der andere Messbecher enthält 840 Kugeln - so viele Schüler hat das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in direkter Zoonachbarschaft. Wie sich ZGF-Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo für die Berggorillas einsetzen, erklären die Naturschutz-Botschafter anhand von Bildern aus den Projektgebieten und mit einer originalen Ranger-Uniform. Sie gehörte Kasereka Muchuba Djo Nolo, der seit Jahren sein Leben für die Gorillas einsetzt. Manch einer seiner Kollegen hat im unermüdlichen Kampf für den Naturschutz sein Leben verloren. Für viele Zoobesucher wartet am Gorillamobil eine bisher unbekannte Neuigkeit: Gorillas haben etwas mit Handys zu tun. Die Naturschutz-Botschafter haben ein Handy in seine Einzelbestandteile zerlegt und zeigen das winzige Etwas, auf das es ankommt: Miniatur-Kondensatoren. Sie enthalten ein Metall, das aus dem Roherz Coltan gewonnen wird. Und dieses wird in der Heimat der Berggorillas abgebaut. Die Coltan-Minen sind meist in Rebellenhand, und kriegerische Gruppierungen finanzieren vom illegalen Abbau ihre blutigen Machenschaften. Wir als Endverbraucher bestimmen die Nachfrage nach dem Rohstoff. Und da Naturschutz-Botschafter Handlungsmöglichkeiten aufzeigen wollen, betreuen sie eine besondere Aktion. Im Menschenaffenhaus und am Zoo-Haupteingang stehen Handy-Sammeltonnen. Und wer sein altes Handy gerade nicht dabei hat, erhält am Infomobil einen Recycling-Flyer, mit dem er sein Handy bequem von zuhause aus einschicken kann. Der Erlös aus der Recyclingaktion geht zu 100 Prozent in das Gorillaschutzprojekt der ZGF. |






